31.01.12

Verleihung des "Großen Stern des Sports" in Gold am 7. Februar 2012

Am 7. Februar wird in Berlin der "Große Stern des Sports" in Gold für 2011 verliehen. Die Auszeichnung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Volksbanken Raiffeisenbanken für soziales Engagement von Sportvereinen wird bereits zum achten Mal vergeben.

18 Sportvereine aus dem gesamten Bundesgebiet sind nominiert. Diese haben sich im Wettbewerb "Sterne des Sports" bereits auf lokaler und regionaler Ebene durchgesetzt.

Das Finale in der DZ Bank am Brandenburger Tor mit der Übergabe der Preise durch Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Kunstturn-Weltmeister Fabian Hambüchen ist der Höhepunkt des Wettbewerbs. Insgesamt werden Preisgelder von rund 30.000 Euro vergeben. Der Bundessieger und Gewinner des "Großen Stern des Sports" in Gold erhält als Prämie 10.000 Euro.
Sieger im Jahr 2010 war das Karate-Team Reutlingen e.V. mit seinem Angebot "Drachenstark". Dieses Modulsystem bietet eine einzigartige Kombination aus Bewegung und Lesen.

Aus Württemberg ist dieses Jahr der VfL Sindelfingen e.V. mit dabei beim Bundesfinale. Der VfL Sindelfingen 1862 e.V. hat die Ganztagsbetreuung an Schulen als Chance erkannt, um Nachwuchs für den Verein zu rekrutieren. Acht Übungsleiter trainieren regelmäßig Kinder der Grund- und Werkrealschulen Eichholz und Goldberg. Seit 2011 ist ein zusätzliches Angebot für übergewichtige Jungen und Mädchen im Programm.

Aufgrund der flächendeckenden Einführung von Ganztagsschulen und anderen Schulreformen in Württemberg zwischen 2009 und 2010 hatte der VfL Sindelfingen 147 Kinder als Mitglieder verloren, weil sie durch den längeren Schultag einfach keine Zeit mehr für den Sport fanden. Der Verein reagierte auf diese Problemstellung offensiv und erkannte die Chancen, die in dieser veränderten schulischen Situation liegen: mittlerweile kooperiert der Verein mit zwei Ganztagsschulen vor Ort. Die Schulen können auf Kurse und Trainer des Vereins zurückgreifen, davon profitieren beide Seiten.

Das Angebot umfasst Nachmittagskurse wie z.B. Fußball, Judo oder Handball. "Wir haben als Verein eine sportpädagogische Verantwortung und diese setzen wir mit der Nachmittagsbetreuung in die Tat um", so VfL-Präsidentin Anette Bronder. "Über den Schulunterricht kommen wir mit Schülern in Verbindung, die wir durch unser Vereinsangebot allein nicht erreichen würden."